Aktuelles
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Igel-Baby

  Aktion:   5000  zu  5 - mach mit, werde Pate!

   Hotline-Nr geht wieder!    [07.12.2010]

   Igel-Arche e.V         Igel-Hospital, Forschung- & Auffangstation                                                 im Naturpark   Habichtswald                                                                                                                                                      34289  Zierenberg,  Gothaer Str.  11 a       (bei  Kassel, an der A44)
Fon   056 06 - 551 68 46          Hotline 7x24    017 44 - 812 591

Bei Anrufen bitte länger läuten lassen, geht keiner ran, bitte gleich noch mal versuchen! - Oder sprechen Sie uns auf unseren AB. Wir rufen gern zurück, aber nur ins deutsche Festnetz, nicht aufs Handy! - Bei uns werden Sie von Fachkundigen von Mensch zu Menschen beraten, da dauert halt ein Gespräch mal etwas länger, weil es viele Fragen zu klären gibt.

Liebe Igel-Freunde!

Euch allen ein gutes Neues Jahr! Bleibt oder werdet Gesund, - der Rest wird sich wie immer finden. Habt keine Angst! "Und ist der Berg auch noch so steil, a bisserl was geht alleweil."

Happy New Year!

Herzlichen Dank an alle Spender und Igel-Paten. Lasst bitte nicht nach, bleibt uns treu. Ohne Euch würde sich hier kaum was bewegen. Die Igelchen und wir brauchen Euch. Noch ist es ein weiter Weg der Aktion 5000 für 5, aber wir sind guter Hoffnung.

Die neue website ist in der Bearbeitung und wird in den nächsten Tagen gehostet. Damit verbunden ist ein Providerumzug. Hierbei kann es ggf. zu kurzzeitigen Ausfällen kommen. Wir bitten dies zu entschuldigen

Nächster Igel-Vortrag im Naturparkzentrum am Sonntag 13.02.2012 um 14:00 Uhr     [14.01.2012]

Es sind noch ein paar Termine für Vorträge in Schulen und Vereinen frei. Bei Interesse bitte umgehend melden.

Ich habe bei einigen Artikeln Ergänzungen angefügt, bitte runterscrollen.

Aktueller Bedarf in der Igel-Station [14.01.2011]

Aktuell brauchen wir noch einen PC, einen Flachbildschirm und ein Notebook. Die Geräte sollten min. 1 GB (optimal 4 GB) Hauptspeicher haben. Betriebssystem und Software sind nicht erforderlich, wir nutzen Linux.
Desweitern brauchen wir noch dringend für die Igel-Hotline ein einfaches Handy ohne Extras mit langer Akkulaufzeit. Unser jetziges Handy läßt sich nicht mehr richtig aufladen, die Anschlußbuchse ist verschlissen. Gut wäre ein Klapp- oder Slider-Handy, möglichst mit Dual-SIM.

 Igel gefunden, was tun, Erstversorgung    [15.11.2010]

Aktuell kommen wieder viele Fragen zum Thema "Erstversorgung" herein. - Ganz wichtig! Nicht jeder Igel muss und soll eingefangen werden. Gesunde Tiere mit einem sicheren Zuhause bitte belassen wo sie sind. - Nähere Infos dazu siehe bitte unten auf dieser website; nur runterscrollen.

Der Krug geht zum Brunnen bis er bricht...     [12.11.2010] 

Täglich kommen neue Igelchen hinzu, min. 3 pro Tag. Der Boom setzte ein nach dem unsäglichen und fahrlässig recherchierten Artikel in der Werbezeitung.  Wir wurden davon überrascht, man hat mit uns vorher nichts abgesprochen. Offenbar hatten aber sehr viele den Artikel gelesen und es in Folge gut mit den jungen Igelchen gemeinte, die Kleinen eingesammelt und uns gebracht . Bis zu 22 Igel an einem Tag. Es bildeten sich Schlangen bis auf die Straße. Den Menschen, die helfen wollen ist kein Vorwurf zu machen! Der Gesundheitszustand ist bei den meisten angelieferten Igeln sehr schlecht, was man auf den ersten Blick nicht vermuten kann. Der Igel rennt wie ein Marathonläufer auf Volllast bis kurz vor dem Exitus. Viele sind voll mit Würmern, Grünschisser, vergiftet, kalt und schlapp, oder sie haben multiple Krankheitsbilder. Unsere Umwelt lässt grüßen. Als am Boden lebende Tiere nehmen Igel jeden Mist auf, der sie dann krank macht. Dass diesen armen Geschöpfen geholfen wird ist schon gut und richtig. Nur muss man so eine Geschichte auch mit Maßnahmen flankieren. Es ist eine enorme kaum zu bewältigende Extraarbeit und riesige finanzielle Last die ohne vorher zu fragen einem anderen einfach aufgehalst wurde. Verantwortungslos und regresspflichtig!  Wir dürfen nicht vergessen, pro Igel und Tag entstehen Kosten von 5,- Euro, das sind 150,- Euro im Monat. Wo sollen die herkommen? Auch muss jedes Tier einen Eingangscheck durchlaufen, der bis zu 2 Std. dauert. Die Erstversorgung von 4 Igeln braucht 1 ganzen Arbeitstag. Habt Ihr da mal drüber nachgedacht? Nach dem Anlieferungsgau hatten wir weder ausreichend Boxen, Futterschalen noch Schlafhäuschen, Futter oder Medikamente. Wir liefen regelrecht leer. Alles kostet eine menge Geld. Es galt zu improvisieren, die Sache ist zwischenzeitlich im Griff, aber dadurch nicht einfacher... Vieles kann nicht durchgeführt werden, weil Geld und Zeit fehlen. - Es ging und geht auf unsere und der Igel Kosten und Gesundheit. 
Die Arbeit mit den Igeln frisst uns auf, wir schuften bis zur Erschöpfung. Unsere Hände sind wund und aufgerissen, greifen fällt schwer. Mal wieder richtig schlafen können wäre schön. Essen gibt es nur als Stop and Go. Freizeit und Erholung sind Fremdworte. Täglich 20 bis 22 Std., bei 140 und mehr Wochenstunden. - Ich habe es mal ausgerechnet, dass Waltraud in Paderborn und ich in Zierenberg jeweils von den Jahresarbeitsstunden, von einer 40 Std. Woche ausgehend, jeder die Arbeit für 3 1/2  Kräfte leisten, da wir ja an 365 Tagen arbeiten, ohne Urlaub, seit fast 12 Jahren. Ehrenamtlich, ohne Bezahlung, ohne soziale Absicherung. Waltraud geht auf dem "Zahnfleisch" und steht auch kurz vor dem Kollaps. Wer es nach uns weiter macht oder im Krankheitsfall ersetzt? - Wissen wir nicht!  - Heute Morgen hat es mich dann erwischt... - Mal sehen, was sie im Krankenhaus sagen... - hoffentlich falle ich nicht aus! - Merkwürdig: Die meisten Igel hier haben heute Nacht weniger bis fast gar nichts gefuttert, ob die Viecherl was spüren?

Unser Ziel war es diese wichtige Sache und unser Lebenswerk wenigstens auf eine gesicherte finanzielle Basis zu stellen mit fest angestellten Kräften. Das angehäufte immense Wissen über Igel und ihr Verhalten soll weiter gegeben werden, damit es nicht verloren geht. Zum vollenden meines Igel-Buches fehlte halt schlicht die Zeit. Gestern kam erstmals Angelika zum helfen. Ein sonniger Lichtblick!

Ein ganz großer herzlicher Dank an all jene, die uns in den letzten Tagen finanziell unterstützt haben. Es reicht noch lange nicht, aber der hoffnungsfrohe Anfang ist gemacht. Tut gut zu sehen, dass man nicht im Stich gelassen wird. Nicht nachlassen bitte, und vor allem allmonatlich mit Patenschaften die Igel-Arche unterstützen, das ist unser täglich Brot! Wir müssen die Aktion 5000 zu 5 erfolgreich durchführen, und möglichst fix.

Schaut nicht weg! Jeder kann etwas tun, man muss es nur wollen! Helfen Sie uns die Spezies der Igel zu bewahren und werden bitte Igel-Pate. Wenn es uns nicht gelingt die Kostenspirale durch Paten zu decken müssen wir schon bald schließen. Schon 5,- € im Monat helfen uns weiter und tun dem einzelnen nicht weh, - es darf auch gern etwas mehr sein. Sagen Sie es weiter, animieren Sie zum mitmachen, oder verschenken Sie Patenschaften, dafür haben wir schmucke Urkunden. Weihnachten steht vor der Tür und die Suche nach einem geeigneten würdigen Geschenk ist hier fündig geworden! Eine Gabe, die von Herzen kommt und Engagement beweist. Verschenken Sie Igel-Patenschaften!  

Ein Tipp für alle Spender: Bitte in den Belegtext der Überweisung wie folgt schreiben: "Spende [bei regelmäßigen Spenden noch dazu: Patenschaft], (Ihr Name, Ihr Wohnort)". Für Spenden bis 200,- Euro je Einzelfall gilt der eigene Kontoauszug der Bank als Spendenquittung.

In Vorbereitung ist unsere Igel-Fan-site. Wir möchten alle Igel-Freunde bitten uns ein Foto von sich zu schicken mit einem kurzen Text, warum und was Ihr an Igeln so mögt. Gegen eine kleine Spende von 20,- Euro wird dann das Bild hochgeladen auf die website. Das Geld dient zum Ausbau der Igel-Arche. Fährt man mit der Maus über die Minifotos ploppt eine Karte mit Eurem Foto auf und es steht dort zum Beispiel: "Ich mag Igel weil sie so knuffig sind. Kerstin, Frankfurt".- Hierfür suchen wir noch prominente Fürsprecher, deren Foto mit Text auch erscheinen soll. Wer eine bekannte Person kennt bitte ansprechen, ob er/sie sich in den Dienst der "Guten Sache" stellen mag. Es tut nicht weh und bewirkt viel!

2010, ein fruchtbares Jahr für Igel     [03.11.2010]

Dieses Jahr gab es besonders viel Igel-Nachwuchs. Der letzte strenge Winter hat vielen am Boden lebenden Tieren das Leben gekostet. Die Natur hat dies erkannt und allen betroffenen Tierarten ein Signal gegeben sich besonders anzustrengen. War in den Jahren zuvor die durchschnittliche Wurfgröße 3-5, so haben wir dieses Jahr Würfe mit 5-7 Igel-Welpen beobachtet. Bekamen wir in den Vorjahren auf 10 Igel 8 Männchen und 2 Weibchen herein, so sind es dieses Jahr 3 Männchen auf 7 Weibchen. Das traurige dabei: Analog zu der größeren Anzahl an Würfen kommen auch mehr säugende Mütter ums Leben als sonst und hinterlassen umherirrende verhungernde Igel-Babies, oder kranke hilfesuchende Halbwüchsige. Dementsprechend hoch ist bei uns in der Igel-Arche der Zustrom an hilfsbedürftigen kleinen Igeln, an manchen Tagen bis zu 20 auf einmal. Derzeit müssen wir uns in unseren Stationen in Paderborn und Zierenberg zusammen um über 200 Igel kümmern, versorgen und medizinisch betreuen, und ständig werden es mehr.

Leider hat die Natur noch kein Patentrezept um sich gegen menschengemachte Gefahren für Igel zu wehren. Straßenverkehr, Umweltgifte, oder ein zerstörter Lebensraum raffen jedes Jahr einfach zu viele Igel hin, weit mehr als durch Geburten nachkommen. Klar ist es leicht zu sagen, dass der Mensch dem Igel einen besseren Lebensraum schaffen sollte, anstatt diesen immer weiter zu zerstören, dann bräuchte man dem Igel nicht zu helfen, - na toll! - Gäbe es keine Krankheiten, wären alle gesund. - Was für eine Logik, liebe Naturschutzkollegen! - Zudem müssen wir leider feststellen, dass von Jahr zu Jahr zunehmend mehr schwerst kranke Igel zu uns kommen mit multiblen Krankheitsbildern. Eine Studie unserer britischen Kollegen stellt eine zunehmende Enklavenbildung fest. Das heißt, es kommt kein frisches Blut mehr herein, weil die Verbindungen zu anderen Igel Gruppen durch Verkehrswege abgeschnitten sind. In Folge paaren sich notgedrungen Bruder und Schwester Igel mit den klassischen Symptomen von Inzucht, wie erhöhter Anfälligkeit und Schwäche. - Hier ist ein riesiger Forschungsbedarf. Zum Beispiel: Wie sind die genetischen Verwandschaftsverhältnisse der in der Igel-Arche eingelieferten Tiere? - An welchen Krankheiten leiden sie und was sind die häufigsten Todesursachen? - Welche Medikamente könnten helfen? - Wie immer fehlt es am Geld.

Mehr Igel in der Station, mehr Arbeit, höhere Ausgaben / müssen die Igel bald hungern?     [08.11.2010]

Der enorme Zustrom von Igeln ausgelöst durch einen mit uns nicht abgestimmten Zeitungsartikel hat unseren Bestand binnen weniger Tage fast verdoppelt. Das bereitet uns gewaltige Probleme. Unsere Kasse ist leer. Der Spendenzufluss stagniert und wir hangeln uns von Woche zu Woche, nur um überhaupt Futter kaufen zu können. Für notwendige Arzneien fehlt das Geld. Bis 2009 in Paderborn hatten wir noch keine Ausgaben für Miete, Heizung, Strom und Nebenkosten und brauchten pro Igel pro Tag 3,50 Euro im Jahresdurchschnitt. Hier in der weitaus größeren Station schlägt dies alles zu Buche. Aktuell müssen wir 900,- Euro Wasser-/Kanalgebühren und 700,- Euro Strom nachzahlen und baldigst Heizöl für min. 2000,- Euro kaufen, sonst wird es bald bitter kalt. Das Geld haben wir nicht ... - Das bedeutet aber auch so gesehen Ausgaben von nun min. 5,- Euro pro Igel am Tag. Auf der Einnahmenseite kommen wir aber gerade mal auf 50 Cent pro Igel und Tag. Was kann man damit leisten???- Müssen wir bald dicht machen? - Wohin dann mit den Igeln? - Müssen die Igel eingeschläfert werden, wenn sie keiner nimmt, denn wir sind die einzige Auffangstelle in einem weiten Umkreis? - Im Winter in die Natur entlassen kann man die Igelchen auch nicht, da kommen sie erst recht um ohne warmes Nest und ohne Futter. Auch mögen sie keine Ortswechsel, wenn ihnen mal ein Zuhause gefällt.

Aktion 5000 zu 5     [03.11.2010]

Diesen November ist die Aktion 5000 zu 5 gestartet, um dieses existenzbedrohende Finanzproblem der Igel-Arche zu lösen! Wir suchen 5000 Igel-Paten, von denen jeder monatlich 5,- Euro spendet. Man kann auch gern mehr geben... - So verteilt sich die Last auf viele Schultern ohne den einzelnen zu erdrücken. Der Gegenwert einer Schachtel Zigaretten bringt keinen um und beschert der Igel-Arche eine gesicherte Existenz. - Für jeden Igel brauchen wir somit 30 Paten! - Mach mit bei "5000 zu 5" und werde Igel-Pate, tue was, engagiere Dich, sprich Freunde an zum mitmachen, oder verschenke eine Igel-Patenschaft zu Geburtstagen oder Weihnachten! - Richte einen Dauerauftrag ein, Kontodaten siehe unten, und schreibe in den Belegtext: "Spende, Patenschaft, (und Dein Name)", oder fülle das Formular aus, im download unten, dann ziehen wir bequem und ohne Aufwand für Dich ein. - Oder magst Du es lieber untätig zuzusehen, wie eine großartige Sache stirbt. Klar ist es leichter immer weg zuschauen... - die meisten machen es ja auch! 

Die ersten Igel-Babies des Jahres     [April 2010]
 

Mit Freude geben wir die Geburt von acht strammen Igel-Babies bekannt. "Frederike" (1008 g) gebar am 19.04.2010 in der Nacht von Sonntag zu Montag 8 stramme Igel-Babies, 4 Jungs und 4 Mädchen mit einem Geburtsgewicht 14-22 g, am zweiten Tag schon 17-25 g, Größe: Länge wie zwei Glieder unseres kleinen Fingers, Körperdurchmesser wie ein Bleistift. Die Mama "Frederike" ist ca. 1 1/2 Jahre alt, wog nach der Geburt 1008 g und gehört zur Igel-Größenklasse 3 von 4 (Klasse 3: 900-1200 g). Besichtigt werden können die Babies ab Anfang Mai nach Absprache.

Zwischenzeitlich sind es nur noch vier, das ist traurig, aber die natürliche Auslese. Drei Jungs, ein Mädchen, Gewicht 28-54 g. Stand: 28.04.2010. - Ein kräftiger Junge ist übrig geblieben, Stand 05.11.2010. - Sehr traurig!

Gestern 27.04.2010 wurden zwei weitere Igel-Damen per Ultraschall von Dr. Schulz untersucht, wobei min. eine trächtig ist. Die Hascherl melden sich von sich aus bei mir und zeigen an, dass etwas mit ihnen los ist. Ein dickes Bäuchlein und geschwollene Zitzen sind ein guter Hinweis. Die Ultraschalluntersuchung der Igel wurde gefilmt in HD mit  1080/50p für unseren Igel-Film fürs Fernsehen, was weltweit die ersten Aufnahmen dieser Art sein dürften.Vor allem erstaunt immer wieder, wie gelassen und ohne Narkose die kleinen Racker die Behandlung über sich ergehen lassen. Sie liegen entspannt rücklings in meiner Handfläche, das Bäuchlein frei, die Beine abgespreitz, und tollerieren die Arbeit mit dem Ultraschallkopf durch Dr. Schulz, - der sich ein amüsiertes Grinsen nicht verkneifen konnte. Gut zu sehen waren die Fruchtblasen und die schlagenden Herzen der Föten. Da bekommt man väterliche Gefühle...

Wir haben tolle Fotos von den Babies, leider klappt die Einbindung hier nicht mehr... Schade. Die website müsste von Grund auf neu gestaltet werden. Zu vieles ist leider vermurkst worden.

Da wir nicht nur Freunde haben..., - seit Jahren werden wir regelmäßig anonym angezeigt bei den Behörden, - die das perverse Spielchen schon kennen, - hier ein juristisches Statement: Es ist laut hessischem Tierschutzgesetz verboten in einer Station Trächtigkeiten zuzulassen, dies bedürfte der Zulassung als "Zoo", so die mündliche Aussage. In Folge je nach Auslegung der Vorschrift müssten alle trächtigen Tiere und deren Babies getötet werden. Zulässig ist es aber Tiere aufzunehmen, die bei ihrer Aufnahme erkennbar oder nicht erkennbar trächtig waren. - - - Alle hier trächtigen Tiere wurden erst vor kurzem aufgenommen!

Hilfskräfte dringend gesucht

Wir brauchen dringend Hilfe in der Station, sowohl zur Tierpflege, als auch für administrative Aufgaben! Wer möchte, bitte umgehend melden!!!     Fon   056 06 - 551 6846

Auswilderung, Überwinterung, - und: "Raus damit"    [ergänzt:  17.11.2010]

Wie jedes Jahr bitte erst nach den "Eisheiligen" auswildern, d.h. nach dem 15. Mai. Bis dahin muss mit Nachtfrost gerechnet werden. Wildert man Igel von drinnen zu früh aus dann erkälten sie sich meist, da sie noch kein geeignetes trocken und warmes Quartier gefunden haben. In Folge sterben viele, was unnötig ist und vermieden werden kann. Wer den bei sich überwinterten Igeln bis zum 15. Mai keine Dauerunterkunft bieten kann bringt die Tiere bitte umgehend zu uns in die Station, wir wildern sie dann mit unseren anderen Igeln in der Senne aus, einem ehemaligen Truppenübungsplatz der Briten zwischen Paderborn und Bielefeld. Dort haben die Igel 75.500 ha Natur pur ohne Menschen und öffentliche Straßen. 2008 haben wir über 300 Igel in der Senne ausgewildert, das sind pro Quadratkilometer 0,2 Tiere. Das entspricht in etwa der Bevölkerungsdichte von Sibirien, was nicht gerade an Überbevölkerung leidet. Dieser Hinweis, weil wir immer wieder den Vorwurf von etwas unbedarften oberschlauen Personen hören, wir würden alle Igel auf einen Haufen packen, dort hätten sie keinen Platz und es käme zu Inzucht. Im Übrigen handelt es sich um ein Auswilderungsprojekt der Bundesforstveraltung, die uns betreut, mit dem Hintergrund am Standort Senne eine gesunde Igelpopulation aufzubauen. Bei der Größe des Gebietes müßten wir aber jedes Jahr ein paar Tausend Igel dort auswildern, um irgendwann etwas sichtbares zu bemerken. - Ein sehr leidiges und trauriges Thema ist die Ansicht einiger "Igel-Experten", die Tiere könnten bei erreichen eines bestimmten Gewichtes zu jeder Jahreszeit wieder raus in die Natur. Vielfach berichtet wird uns, es habe am Telefon geheißen: "Raus damit, der ist schwer genug, schließlich ist das ein Wildtier!" - Zum Gewicht habe ich hier an anderer Stelle etwas geschrieben. Wer so denkt kann sicher auch am Gewicht eines Autos erkennen, welches Baujahr das ist. - Grundsätzlich können sich alle Tiere erkälten. Wenn ein Tier bei Frost im warmen Haus gehalten wurde, z.B. zur Aufzucht, kann es nicht in die Kälte entlassen werden. Das Tier bekommt einen Temperaturschock. Um es begreiflich zu machen. Wenn wir im Winter von einem Urlaub aus z.B. Malle kommen, dort +25° C im Schatten hatten und hier bei -10° C aus dem Flieger steigen in unserem Sommerjäckchen erkälten wir Menschen uns auch. Das ist nun mal so. - Jeden Winter bekommen wir Igel gebracht die man 1-2 Tage zuvor auf "anraten" wieder in die Natur ausgesetzt hatte, die am gleichen Ort tagelang verharrten wie ein Kind, dass die Eltern verloren hat, und  dann irgendwann wieder ins Haus geholt wurden, natülich eisekalt und krank. Die Viecherl haben nur geringe Überlebenschancen. Der Grund: Igel können zwar wie nur ganz wenige Lebewesen "schwitzen" und so ihre Temperatur ausgleichen, jedoch vertragen sie keinesfalls einen Minusgradeschock. Schwitzen nutzt bei Kälte nichts! Da wird gefroren. Zudem haben sie kein warmes Nest, das sich ein Tier in Freiheit mühsam erst suchen und über einen längeren Zeitraum einrichten und auspolstern musste. Der Irrglaube, der Mensch könne dem Igel ein ganz tolles "Igelhaus" hinstellen, dass doch das dumme Tier annehmen müsse ist fatal. Was menschengemacht aussieht wird nicht angenommen. Die Tiere wollen etwas selbst entdecken, nur dann wird es akzeptiert. Drum sollte so ein Igelhaus auch entsprechend getarnt werden, als wolle man nicht, dass es von Tieren genutzt wird. Das ist übrigends bei uns Menschen genauso: Die Kneipen, zu denen uns unsere Eltern rieten, haben wir nie aufgesucht, immer nur die scheinbar verruchten. - Wie immer in der Natur und im Leben: Ausnahmen bestätigen die Regel, sind aber kein Grund daraus eine eigene Regel zu machen. - Anders bei Jungigeln. Wurden diese als Babies aufgenommen und werden bei erreichen eines bestimmten Gewichtes in die Natur entlassen haben diese ein ganz besonders großes Problem: Die Gegend ist ihnen fremd. Das ist wie mit den Kindern dieses netten Österreichers, der sie hat im Keller gebären und aufwachsen lassen. Die Jungigel finden sich draussen nicht zurecht, sie kennen es nicht, woher auch. Ist es zudem noch kalt, haben sie nur sehr geringe Überlebenschancen. Auch von diesen armen Viecherln bekommen wir jedes Jahr einige sehr verstörte herein, die nicht begreifen, was der Mensch ihnen angetan hat. Jungigel sind grundsätzlich erst im Frühjahr auszuwildern. - Die Aufbewahrung im Haus sollte bei min. 15° C geschehen, kälter ist ungünstig und bedarf Extrafutter, um die Temperatur auszugleichen. Ein Balkon oder offene Terrasse sind gänzlich ungeeignet, da der Wind jede Wärme rauszieht.

Thema Winterschlaf    [17.11.2010]

Allgemein wird angenommen, jeder Igel halte Winterschlaf. Verpasse er diesen, hole er den Winterschlaf im Sommer nach. - Alles Quatsch! - Wildtiere mit der Fähigleit zum Winterschlaf halten nur Winterschlaf, wennTemperatur und Umgebung zu unwirtlich werden, es kein Futter mehr gibt und man diese "Durststrecke" überstehen muss. Ein Nachholen des Winterschlaf gibt es schon mal gar nicht. Auch ist ein Winterschlaf nicht lebensnotwendig oder lebensverlängernd. - Diese Erkenntnisse verdanken wir der NASA. Als Präsident Kennedy in den 60igern die Losung heraus gab, man wolle zum Mond fliegen, überlegte man, was als nächstes Ziel anstünde: Der Mars. Ein Flug dorthin dauert einige Monate. Damals waren die Gegebenheiten der Raumfahrt weitaus bescheidener als heute. Der Platz in einem Raumschiff nach deren Vorstellungen für 5-6 Astronauten hatte die Größe eines VW-Busses. Es war damit zu rechnen, das die Leutchen irgendwann darin ausrasteten. - Die Lösung sah man in einem Tiefschlaf. Da damals die Möglichkeiten einer Langzeitnarkose längst nicht so weit waren wie heute mit dem gebräuchlichen "künstlichen Koma" bei Schlaganfall oder schweren Brandverletzungen suchte man in der Natur. Also gab man viel Geld aus um untersuchen zu lassen, wie denn die Natur damit umgeht. Ob Bär, Murmeltier oder Igel wurden alle Tiere untersucht, die Winterschlaf halten können. Man fand heraus, dass die Mechanismen bei allen gleich sind: Die Tiere brauchen "weißes" und "braunes Fett". Das "weiße Fett" futtert sich das Tier in einem Zeitraum von 3-4 Monaten vor dem Wintereinbruch an, wobei die Tiere erahnen, wie der Winter voraussichtlich wird. Bei besonders strengen Wintern beginnen sie eher mit dem "anfuttern". Dabei wird der Magen um bis zu 20% je Mahlzeit überdehnt. Aus dieser Extraportion Futter wird "weißes Fett" gebildet, dass sich an den Hüften anlagert und später als Zehrung dient, sowie jeweils eine winzige Menge "braunes Fett", das z.B. beim Igel zwischen Nasenwurzel und Stachelansatz an der Stirn angelagert wird. Dort bildet sich eine fühlbare Blase, wie eine kleine Rosine. Das "braune Fett" ist enorm wichtig. Während der Winterschlafphase fährt das Tier seine Körperwärme runter von sonst 37° C auf 3-6° C, der Herzschlag wird reduziert auf 3-6 Schläge pro Minute. Das Gehirn ist faktisch Blutleer. Überwacht wird der Organismus durch eine Art Nothirn. Wo das sitzt, weiß man noch nicht. Wenn z.B. ein Igel unter einer Brücke sein Winterquartier nahm und es kommt plötzlich Hochwasser, muss er sehr schnell aufwachen. Dabei kommt das "braune Fett" ins Spiel. Ein kleine Menge "braunes Fett" wird vom Nothirn veranlaßt in den Blutkreislauf zu schießen. Binnen einer knappen Minute wacht der Igel auf, die Temperatur steigt sehr schnell an, das Gehirn wird reaktiviert wie ein bootender Computer und binnen 2-3 Minuten erinnert sich das Tier an alles wieder. Der normale Aufwachprozess dauert sonst eine gute Stunde beim Igel, wobei er sich ausgiebig streckt, gähnt, kratzt und so verschlafen wirkt wie die meisten Menschen an einem gemütlichen stressfreien Sonntag im Bett. - Das "braune Fett" dient dem Körper wie eine Starterbatterie beim Auto. Keine Batterie, kein anlassen, kein "braunes Fett", kein aufwachen. Darum soll man im Winterschlaf befindliche Igel auch nicht aufwecken, da jedes mal eine gewisse Mange braunes Fett verbraucht wird bis irgendwann nichts mehr davon da ist. Ein ansonsten noch gut genährter Igel würde ohne "braunes Fett" im Frühjahr einfach nicht mehr aufwachen- Er schläft bis er abgemagert ist und stirbt. Der Winterschlaf bei Igeln ist auch keineswegs durchgehend. Nach Tagen oder Wochen wachen sie immer wieder auf, schauen sich um und schlafen dann weiter. - Was bedeutet das für Jungigel? - Bei allen Tieren hat das Wachstum genetisch bedingt Vorrang vor dem Winterschlaf. D.h. der Magen kann nicht überdehnt werden um Reserven zu bilden, da alle Nahrung ins Wachstum geht. Ein Igel ist mit etwa 9 Monaten ausgewachsen. Seine endgültige Größe im Skelettbau kann er schon nach 6-7 Monaten erreichen, danach geht es ins Volumen und Gewicht. Daraus resultiert, dass im Herbst geborene Jungigel noch kein "braunes Fett" haben, es auch bislang nie bei ihnen festgestellt wurde, und somit diese Jungigel gar nicht winterschlaffähig sind. Fällt ein 3-4 Moante alter Igel bei Kälte in eine Art Schlaf, so ist dies vergleichbar dem Agonieschlaf beim Menschen. Wenn z.B. ein Kind im Winter auf einer Eisfläche einbricht, wird noch lebend aus den Eisesfluten gerettet will es dauernd schlafen, weil es so müde ist. Aus diesem Schlaf gibt es selten ein erwachen, darum werden erfrorene auch wach und warm gehalten. - Auch hier gilt: Ausnahmen bestätigen die Regel. - Im Februar diesen Jahres bekam ich einen Link für einen YouTube Film der BBC gesandt der über eine Schottische Igel-Station im Dezember 2009 berichtete. Dort seinen haufenweise "verfettet" Igel im November hereingekommen, die sich nicht mal richtig zusammenrollen hätten können. Die cleveren Igel-Freunde haben die Tierchen auf Hungerdiät gesetzt, bis sie das von ihnen vermeintliche Idelalgewicht hatten und dann die Tiere allesamt wieder im Dezember in die Freiheit und Kälte entlassen. - Ohne die Speckschicht. - Wer Ende Februar aus dem Fenster sah erkannt schnell, was die schlauen Igel im Herbst erahnt hatten: Es wurde ein langer bitter kalter Winter. Die Moral von der Geschicht: Die Schottischen Igel-Freunde hatten die Tiere um ihren Wintervorrat berraubt und sie dann in die Kälte zurückgejagt. - Ob die Igelchen alle das überlebt haben wage ich zu bezweifeln. - Jeder Mensch mit Verstand sollte bemerken, wenn in der Natur eine Häufung auftritt und sich daran machen Ursache und Wirkung zu hinterfragen. Es kann vielleicht mal vorkommen, dass ein Tier krankheitsbedingt verfettet ist.nicht jedoch fast jeder Neuzugang. So was wie dicke Wohlstandkinder gibt es in der Natur nicht, dort wird nur gegessen, bis man satt ist. - Aus dem herbstlichen Futterverhalten kann man natürlich auch Prognosen für den kommenden Winter schließen. Leider haben wir diesen Herbst 2010 nur ganz wenige erwachsene Igel hereinbekommen. Betrachten wird diese und unsere Dauergäste im Gnadenbrot, würde ich unter Vorbehalt schließen, dass es ein recht milder teils verregneter Winter mit Temperaturen um die 0° C wird mit einer kurzen heftigen Frostperiode im Januar. Aber man kann sich auch irren... - Hochinterssant ist zweierlei: Erstens: Die untersuchten winterschlaffähigen Tiere stammen evolutionsgeschichtlich alle aus unterschiedlichen Epochen. D.h. das Endergebnis der Winterschlaffähigkeit wurde zeitlich unabhängig voneinander entwickelt mit jedoch gleichem Ergebnis. - Zweitens: Das "braune Fett" ist in den Focus der Forschung gerückt. Etwa zwei dutzend Forscher weltweit versuchen derzeit dieses "braune Fett" künstlich herzustellen, weil man sich davon Riesenprofite verspricht. Es wurde festgestellt, das Alzheimerpatienten, denen "braunes Fett" injeziert wurde, wieder ganz normal wurden. Das "braune Fett" reaktivierte verlorene Verknüfungen im Gehirn. - Dies ist ein Grund, warum ich nicht mehr öffentlich das "Igel-flüstern" lehre, sondern nur mehr 1 zu 1 bei mir vertrauenswürdig erscheinenden Personen. - Eine andere häufige Frage: Lebt mein Igel noch? Ob ein Igel tot ist oder "nur im Winterschlaf" läßt sich leicht prüfen. Bei einem toten Igel stehen die Stacheln starr. Ein lebender im Winterschlaf befindlicher Igel reagiert auf Berührung der Stacheln gaaaanz langsam. Die Stacheln sind flexibel und lassen sich zur Seite biegen. Unter jedem Stachel sitzt ein eigener kleiner Muskel. Ein ausgewachsener Igel hat ca. 3000 bis 4000 Stacheln.

Wie schlau sind Igel?     [Dezember 2009] 

Igel sind keineswegs dumm, sie sind überaus clever, haben einen großen allen Säugetieren gemeinen Spieltrieb, starke Gefühle und träumen angeregt schon als Neugeborene, d.h. sie denken und verarbeiten ihre Eindrücke. In über zehnjähriger intensivster Forschung konnten wir dies zweifelsfrei dokumentieren. Wichtig ist auch beim Igel, wie bei jedem Tier, der artgerechte Umgang, wie er in jedem guten Zoo dieser Welt praktiziert wird. Leider geistern im web die wildesten Theorien über den "richtigen Umgang mit Igel" herum. Das meiste davon ist Blödsinn! - In Kursen kann man in der Igel-Arche die Techniken für einen artgerechten Umgang mit Igeln erlernen und den Erfolg sofort mit eigenen Augen sehen, dass sich die Tiere sichtlich wohl fühlen. Voraussetzung hierfür ist eine echte innere Tierliebe. Wer auch noch so perfekt heuchelt wird gnadenlos von den Igel entlarvt.

Absoluter Unsinn ist zu glauben, - "dass Wildtiere durch einen Blick oder eine Berührung zahm würden, und man darum jede Form der Fratanisierung zu vermeiden habe, nur mit dicken Lederhandschuhen sie überhaupt anfassen dürfe und erst recht von einer Reinigung des Tieres grundsätzlich abzusehen ist."- Wildtiere kann man nicht "zähmen", man kann nur eine Vertrauensbasis zu ihnen aufbauen und muss beim Umgang mit ihnen ständig hochkonzentriert und wachsam sein. Fehler werden sofort von den Tieren abgestraft.

Hin und wieder passiert es bei meinen Vorträgen, dass jemand meint, er habe schon selbst Igel überwintert, könne damit umgehen, dass sei doch ganz einfach, und er wolle den vermeintlich so zahmen "Vorführ-Igel" auch mal selbst halten. - Kaum auf der Hand beißen die "zahmen" zarten Wesen dann in aller Regel sehr schnell fürchterlich zu.... - zum Amüsement der restlichen Zuschauer... - Von "Zahmheit" ist da keine Spur, das ist nur gegenseitiges Vertrauen! Man kann Igel nicht zähmen.

Weitere Igel-Vorträge 
mit Igeln zum anfassen und beschnuppern in Zierenberg im Naturparkzentrum Habichtswald auf dem Dörnberg (ehm. Jugendhof). Thema: "Schauen Sie Meckies, solange es noch welche gibt!" 

Wir setzen die erfolgreiche und gern besuchte Vortragsreihe in 2010 in monatlicher Folge an jedem zweiten Sonntag im Monat um 15:00 h fort mit wechselnden Ergänzungsthemen rund um den IgelIgel zum Anfassen.              Es wird der richtige Umgang mit Igeln gezeigt, Fütterung, Behandlung, Überwinterung, - auch etwas geschichtliches und warum Igel aussterben. Mit hartnäckigen Vorurteilen, weit verbreitetem Irrglauben und Mythen wird eindrucksvoll aufgeräumt. Und im Anschluss lebende Igel zum anfassen und selbst überzeugen, - und eine Fragestunde. - Eintritt frei! - Geld-, Sach- und Futterspenden (Dose Katzenfutter) erbeten. - Geeignet für Kinder ab 8 Jahre. - Zur besseren Planung bitten wir um Anmeldung per email an:  hallo @  igel-arche.de  

Vortrags-Termine 2010:  jeweils der 2. Sonntag   14.02. / 14.03. / 11.04. / 09.05./ 13.06. / 11.07. / 08.08. / 12.09. / 10.10. / 14.11. / 12.12.

Siehe:  Naturparkzentrum Habichtswald

Anfahrt Naturparkzentrum Habichtswald

Neues Zuhause der Igel-Station in Zierenberg verkehrsgünstig gelegen an der A44     [Oktober 2009]

Nachdem wir in der Region Paderborn 1 1/2  Jahre vergeblich nach einem geeigneten Haus zur Miete für das Igel-Hospital gesucht haben sind wir nun Richtung Kassel nach Zierenberg in ein schönes Haus mit großem igelfähigen Garten gezogen direkt im Naturpark Habichtswald. Der Zuspruch in der Bevölkerung und der Naturparkverwaltung ist erfreulich groß. Der Umzug ist vollbracht, nun heißt es einräumen, bauen, gestalten. Die letzten der großen Freiläufe werden gerade beim Schreiner aus wasserfestem Sperrholz zusammenbaut. Noch ist enorm viel zu tun, bis wieder Normalität einkehren kann. Wir schätzen Mitte Dezember aus dem gröbsten raus zu sein und dann wieder Besucher nach Absprache in den Abendstunden empfangen zu können.

Unsere Forschungsprojekte und Kontakte in Paderborn, sowie die Auswilderung in der Senne bleiben weiterhin bestehen. - Von Paderborn aus ist Zierenberg direkt über die A44 in ca. 40 Min. zu erreichen, genau so fix wie z.B. von Paderborn nach Detmold. - Unser Einzugsgebiet umfasste bislang einen Radius von über 200 km aus dem uns verletzte Igel und verwaiste Igel-Babies gebracht, oder zur Behandlung vorgestellt wurden. - Ob aus Marburg, Kassel, Eisenach, Göttingen, Hannover, über Herford, Münster und Osnabrück, bis Oberhausen, Wuppertal und Köln haben wir Igel in der Station.

Beinahe täglich werden uns neue Igel-Sorgenkinder gebracht, oder zur Behandlung hier vorgestellt. Die ersten Igel-Finder aus dem Bereich OWL haben uns schon in Zierenberg aufgesucht und empfanden die Anfahrt als flott und leicht zu finden. Die Nord-Hessen und Süd-Niedersachsen frohlocken natürlich und nehmen das Angebot reichlich wahr. - Anlieferungen von unverletzten und gesundheitlich stabilen Igeln aus dem Bereich Paderborn nimmt Waltraud Berhörster in Paderborn ( 01577-263 1223 ) täglich nach 17:00 h nach Absprache entgegen. Wir holen die Igel von dort regelmäßig ab.  Akute Notfälle sind bitte unbedingt schnellstens nach Zierenberg in unser Igel-Hospital zu bringen. Wir sind rund um die Uhr erreichbar.

Das neue Igel-Hospital nimmt Gestalt an     [Dezember 2009]  

 Auch Rom wurde nicht an einem Tag erbaut. Es dauert halt alles ein wenig, doch die Fortschritte sind tagtäglich sichtbar. Dank der tatkräftigen Mithilfe unserer Fans geht es gut voran. Besonderer Dank an Lutz und Andreas, der nun "Küchenarbeitsplatte" und "Freilaufbox" ganz neu definieren kann.

 

Was wir noch dringend brauchen::

- Hilfe beim Ausbau drinnen und der Errichtung des Aussengeheges im Garten und eines Gartenhauses.

- Sponsoren für die RFID-Chips. Die Software ist fertig, es fehlen die Chips und das Lesegerät. Der vermeintliche Sponsor kann offenbar momentan nicht. - Doch wir können nicht warten, die Saison hat längst begonnen. Die Igelchen müssen sofort gechiped werden, sonst stagniert das ganze Forschungsprogramm. Hierfür brauchen wir gesamt 1.200,- € um zum Einkaufspreis uns die Sachen selbst beschaffen zu können.

Wer unsere farbigen mehrseitigen Broschüren zum auslegen haben möchte bitte melden. Wir bitten um Verständnis, dass wir diese in Stückzahlen nur gegen Selbstkostenbeteiligung (10 St. 5,- € + Versand) abgeben können, weil es sonst unsere mageren Spendengelder auffrisst. Gern können Sie auch über uns bei unserer Druckerei größere Stückzahlen beziehen und direkt abrechnen, übrigens ein lokaler Integrationsbetrieb der umweltfreundlich druckt.

Jobs:    [Stand: November 2010]

Wir suchen ehrenamtliche Mitarbeiter (M / W) mit Tierpflegerqualitäten für die tägliche Igel-Pflege. Voraussetzungen: Tierlieb, zuverlässig, patent und zupackend und möglichst Nichtraucher.

In 2011 wollen/müssen wir Hilfskräfte fest einstellen, wenn die finanziellen Mittel reichen. Die Arbeit erschlägt uns. Hierfür suchen wir tierliebe zuverlässige Menschen auf 2/3 oder 3/4 Stellen Basis.

Azubi: Auch ist für 2011 geplant eine/n Azubi als Tierpfleger einzustellen.

Freiwilliges Soziales Jahr: Hier bieten wir in 2011 ebenfalls die Möglichkeit an, Vorausetzungen wie oben.

Wir brauchen bitte Deine Hilfe!

Die Igel-Arche ist neben Tiggywinkel in England das einzige Igel-Hospital weltweit. Die Igel-Arche und unsere Aufgaben wachsen ständig und gleichsam unsere Ausgaben für Arzneien, Tierarzt und Unterhalt, das  sind ein paar tausend Euro jeden Monat. Wir arbeiten seit 10 Jahren ehrenamtlich, aber diese finanziellen Lasten können wir nicht alleine stemmen, da brauchen wir Deine Mithilfe!

Igel sterben nachweislich aus. Auch wir beobachten dass mit großer Besorgnis. Unsere Zugänge aus dem inneren Kreis nehmen stetig ab, dafür kommen mehr Igel-Sorgenkinder aus dem weiter entfernteren Einzugsgebiet. Es ist höchste Zeit etwas zu tun und sich zu engagiern.

Wir brauchen Deine Hilfe, Deine Spende und vor allem Deine Patenschaft. Wenn jeder Igel-Freund sich mit nur 5, 10 oder 20 Euro monatlich beteiligt tut es dem einzelnen nicht weh, uns hilft es aber enorm weiter. Die Kraft liegt in Eurer Solidarität. Ohne Eure kontinuierliche Mithilfe müssen wir aufgeben.  - Einen Antrag findest Du in der downloadbaren Broschüre, oder unter dem Menüpunkt Igel-Arche. Direkt spenden kannst Du gleich hier per PayPal, oder per Überweisung, bitte dabei das Stichwort SPENDE eintragen, dann ist Dein Kontoausszug gleichzeitig die Spendenquittung.

In 10 Jahren Igel-Arche haben ein paar tausend Menschen sich persönlich überzeugen können, dass ihre Spenden gut und sinnvoll angelegt sind und es den Igelchen bei uns wahrlich gut geht. Unsere Behandlungserfolge sind beachtlich. Zudem werden wir behördlich überwacht und jeder kann unser Engagement rund um die Uhr per webcam beobachten.

Eine Faustregel:  Wann ist ein Igel hilfsbedürfig?     [ergänzt:  17.11.2010]

Es ist ganz einfach: Nähert man sich einem Igel, egal ob groß oder klein, sollte er entweder sogleich weglaufen, oder sich zusammenrollen. In diesem Falle sollte man sich ein paar Meter entfernen, ruhig sein und Geduld haben, bis sich der Igel entrollt hat und wegläuft. Das bedeutet in aller Regel: Der Igel ist ganz offenbar OK und hat genügend Futter in seinem Gebiet. Also lasst ihn in Ruhe! - Ganz wichtig: Igel sind kein Spielzeug für Kinder, Igel mögen das ganz und gar nicht. Sich bedroht fühlende Igel können blitzschnell fürchterlich beißen, es sind schließlich kleine Raubtiere die auch Schlangen jagen. Meist kündigt sich diese Abwehr durch stacheln und fauchen an. Bei Kindern könnte schon mal ein Stückchen vom Finger fehlen, bei Erwachsenen geht der Biss in aller Regel nur durch bis auf den Knochen. Das soll aber keineswegs bedeuten, dass Igel aggressive gegenüber Menschen sind. Sie beißen nur wenn sie sich bedroht fühlen. Häufiger sind kleine Zwicker, um Aufmerksamkeit zu erregen oder zu zeigen, dass sie etwas nicht mögen.

Rollt sich ein Igel nicht zusammen, oder läuft nicht weg, dann braucht er Hilfe. Das trifft auf Igel-Babies, als auch auf ausgewachsene Igel zu. Regelmäßig bekommen wir berichtet, der Igel habe sich dem Menschen genähert, sei ständig um das Haus gelaufen, oder habe sogar an der Terrassentür gekratzt. Nähert man sich dem Igel dabei in Ruhe stachelt er nicht und läßt sich aufheben. Dann sucht ein Igel aktiv Hilfe beim Menschen, er hat irgend ein schwerwiegendes Problem, oder eine Verletzung. Diese entdeckt man aber oft nicht auf den ersten Blick, sondern erst bei einer intensiven Untersuchung, bei welcher der Igel zunächst Vertrauen gefasst haben muss um die Untersuchung zuzulassen und sich entspannt zu entrollen. Dies klappt hervorragend und sanft nach einem JoinUp.

Im Frühjahr und Herbst werden viele auf der Futtersuche unvorsichtig gewordene Igel-Mamas überfahren. Können die Babies schon laufen kommen sie nach langem warten ausgehungert und schwach aus dem Nest und suchen ihre Mama. Trifft man solche Ansammlungen von Igel-Babies ohne Muttertier ist davon in aller Regel auszugehen, dass es Waisen sind und ganz dringend Hilfe brauchen.  - Darum die Rasselbande sofort komplett einfangen, in eine ausbruchsichere Box, oder Wanne geben, darunter ein altes Handtuch, oder Zeitungen. Unbedingt warm halten, - Achtung Fußkälte auf der Erde! - aber kein Rotlicht verwenden, das trocknet aus. Anschließend die Rasselbande so fix als möglich zu uns bringen. Bitte vorher anrufen! 

Zur Erstversorgung nur Wasser und Katzenfeuchtfutter reichen. Zur Not geht auch ein mit der Gabel zerkleinertes Rührei ohne alles, nur mit etwas Fett angemacht. - Niemals normale Milch geben, dass wirkt wie eine Flasche Likör im Kindergarten, - lecker, aber tödlich. Zur Welpenaufzucht verwenden wir eine Spezial-Welpenmilch aus den USA, teuer aber gut! - Igel-Babies aufzuziehen ist nicht eben leicht! Alle 2 Std. füttern. Schon der kleinste Fehler wird mit dem Tod eines Schützlings bestraft. Auch niemals zur Aufzucht Dosenmilch oder Sahne verwenden. Leider bekommen wir immer wieder so gefütterte Babies herein, die unweigerlich an Koliken sterben. - Von laktosefreien Milchprodukten jeder Art raten wir mittlerweile ganz ab. Auch keine Katzenmilch! - Der Grund: Igel gewöhnen sich an Geruch und Geschmack, klar ist das lecker für sie. Auch kann der Igel später selbst nicht unterscheiden, ob etwas laktosefrei ist oder nicht. In Folge reißen Igel auf der Suche nach Leckereien "Gelbe Säcke" auf. Für den Menschen eine Schweinerei, gefolgt von Schimpfe auf den "bösen Igel". Doch nicht selten sind die Igel noch im "Gelben Sack" wenn diese von der Müllabfuhr abgeholt werden. So landen jedes Jahr hunderte von Igeln grausam in der Müllpresse. Zwischenzeitlich haben sich schon einige Igel-Freunde bei uns gemeldet, die morgens vor der Abholung der "Gelben Säcke" diese in ihrem Gebiet kontrollieren gehen und immer wieder Igel daraus befreien. Also ein durchaus häufiges Problem! - Die Lösung für die "Gelben Säcke": Hochstellen, oder erst unmittelbar vor Abholung vor die Tür geben. Auch hilft es die Sachen kurz auszuspülen um den verlockenden Geruch zu mildern, bevor man diese in den "Gelben Sack" gibt. - Normal reichen wir das Futter in Doppelschalen, eine Seite Wasser, andere Seite Futter. Das Feuchtfutter wird vorsichtig geschichtet, nicht vermatscht, das mögen Igel nicht. D.h. unten Feuchtfutter, darauf Haferflocken gestreut, drauf ein paar Rosinen, und oben drauf ein klein wenig reife, fast schwarze Bananenstückchen. Altes Futter vom Vortag lassen die Racker stehen. Als Dauerfuttergabe eignet sich sehr gut das Hundetrockenfutter vom Discounter mit dem großen A. Die grünen Beutel. Den Inhalt mögen Igel ganz besonders gern, ganzjährig, auch im Winter bei Frost, da es nicht gefriert. - Wer draussen füttert kann alte Teller verwenden. Für Wasser sind Blumentopf Unterschalen gut geeignet. Bitte diese täglich reinigen, entweder normal mit spülen, sonst nur mechanisch reinigen, wg. der Spülmittelrückstände.- Spezialfutter ist nicht nötig, auch besonders "gutes" Futter sollte wenn überhaupt nur zur vorübergehenden Stärkung gereicht werden. Der Grund: Draußen gibt es das auch nicht und die Umstellung fällt ihnen dann besonders schwer.

Immer wieder werden wir gefragt, wie schwer, oder wie groß ein hilfsbedürftiger Igel sein muss. Das Märchen von den 600 oder mehr Gramm hält sich hartnäckig und wird immer wieder gern ungeprüft abgeschrieben. Zudem, wer von uns ist schon Dealer und läuft ständig mit einer grammgenauen Waage durch die Gegend... Und mal ehrlich, ist ein Überlebensproblem grundsätzlich eine Frage des Gewichtes? Es gibt ja auch große und kleine Menschen, dicke und dünne. So auch beim Igel.

Bei Igeln gibt es vier Größenklassen: Ausgewachsen (1) 500-700 g, (2) 700-900 g [die heute in Deutschland am weitesten verbreiteten Igel], (3) 900-1200 g, und (4) über 1200 g [bis 2000 g]. Das Geburtsgewicht von Igeln beträgt bei allen Größenklassen in der Regel 16-19 g, bei weniger haben sie es schwer. - Demnach wäre ein 600 g Igel aus der Klassse (4) noch ein Halbwüchsiger, hingen bei Zugehörigkeit zu Klassse (1) schon voll ausgewachsen. Es kann vorkommen, dass innerhalb eines Wurfs zwei, oder drei Größenklassen vertreten sind, da kommen dann die Gene der Großeltern durch.

Wie erkennt man nun zu welcher Klasse ein gefundener Igel gehört? - Die Größenklasse ist nicht immer ganz einfach bei Welpen exakt erkennbar. Leichter ist es dass ungefähre Alter bei Welben festzustellen: Und zwar am Zahnstatus und der Größe und Stärke der Beine und Pfoten und der Stellung der Hinterbeine zueinander. Bei Jungigeln stehen die Hinterbeinchen eng zusammen und sie tänzeln wie eine Ballerina, bei aussgewachsenen Igeln stehen sie weit auseinander wie O-Beine und sie laufen watschelnd wie ein Cowboy, der zwei Tage nicht aus dem Sattel gekommen ist. 

Ganz besonders wichtig ist es, sich nicht nur um süße Igel-Babies zu kümmern, sondern auch hilfsbedürftigen erwachsenen Igeln eine Chance zu geben. In der Igel-Arche bemühen wir uns um alle hilfsbedürftigen Igel, kein Tier wird abgewiesen und niemand muss etwas bezahlen. Spenden nehmen wir natürlich sehr sehr gerne!

Ein Sonderfall ist Frost. Bei Temperaturen um, oder unter Null Grad haben Igel-Welpen, oder kleine Igel nur geringe Überlebenschancen. Ist ein Igel zusammengerollt kleiner, oder gleich groß wie eine dicke Orange, oder Pampelmuse, sollte er den Winter in menschlicher Obhut überstehen dürfen bei gutem Futter, Wärme, Ansprache und anderen Artgenossen, von denen der Welpe soziales Verhalten lernt. - Bloss nicht den Igel für den Winter allein in einen engen Käfig, oder Kasten sperren, in die Kälte, oder ins Freie stellen und durch Futterentzug in den Winterschlaf zwingen wollen. Das geht schief. Das Tier weiß ja nicht, dass es jeh wieder entlassen wird und leidet seelische Qualen, die den Lebensmut dramatisch sinken lassen und nicht selten zu Selbstmord durch Selbstverstümmlung führt, falls sie nicht eh schon erfrieren, oder verhungern. - Igel haben starke Gefühle und sind alles andere als dumm.

Eine andere häufige Frage dreht sich um Parasiten und Ansteckung von Igeln. Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass alle frei lebenden Tiere Parasiten haben, innen und äußerlich. Äußerlich sind das Flöhe und Zecken. Die Igel-Flöhe gehen nicht auf Menschen, wohl aber auf Hunde und Katzen. Eine seltene Ausnahme sind jene Menschen mit "süßem Blut", die auch Mücken magisch anziehen. - Gegen Flöhe verwenden wir einen Insektenpuder, den wir fünf Minuten einwirken lassen und anschließend abwaschen, in dem wir den Igel auf der flachen Hand liegend mit lauwarmen Wasser sanft abduschen und dabei mit einer Handbürste die Stacheln durch bürsten und ihn anschließend gut abtrocknen. Das schadet dem Igel nicht und nach einem JoinUp hat er dabei auch keinen Stress, im Gegenteil, die meisten empfinden es als überaus angenehm. Besonders lieben sie es, wenn sie danach in ein Handtuch eingerollt auf dem Schoß in Ruhe seelig ein Schläfchen machen dürfen. Igel benehmen sich oft wie kleine Hunde. - Anschließend werden Zecken mit einer Baggerschaufel ähnlichen Pinzette gezogen. - Von SpotOn Mitteln, die auf die Haut geträufelt werden und gegen äußere Parasiten wirken ist bei Igeln dringend abzuraten; - Zecken lassen sich davon eh nicht beeindrucken. Igel vertragen diese SpotOn-Mittel nicht, schwache Tiere gehen daran langsam und jämmerlich ein. Gegen innere Parasiten haben wir Mittel zum subcutan unter die Haut injezieren. Das machen wir aber erst, nachdem die Tiere wieder gekräftigt sind, denn solch eine Kur belastet den Körper sehr. 

Ein Wort zu verletzten Tieren: Der Igel sucht die Hilfe des Menschen und leider ist eine äußere Verletzung nicht immer sofort erkennbar, insbesondere im Bauchraum. In diesen Fällen sollte das Tier schleunigst bei uns zur Untersuchung und Behandlung vorgestellt werden. Das Problem: Verletzte oder kranke Tiere sondern einen bestimmten Geruch ab, der Fleischfliegen magisch anzieht. Fliegeneier, die ausschauen wie gelbliche Holzwollespäne, sind je nach Wärme binnen ein bis zwei Tagen ausgebrütet. Aus ihnen schlüpfen zunächst durchsichtige Maden, die sofort anfangen das Tier bei lebendigem Leib aufzufressen, in dem sie quer durch das Tier Löcher und Kanäle fressen. Ein grausiger Tod. Dagegen hilft nur schnelles Handeln und das restlose entfernen aller Fliegeneier und Maden. Eine mühsame aber von dem Tier herzlich gedankte Aufgabe.

Nach zehn Jahren intensivstem leben und arbeiten mit Igeln können wir eine verläßliche und fundierte Aussage zum Thema Ansteckung von Menschen bei Igeln treffen. - Nein, vor einer Ansteckung braucht man keine Angst zu haben. Auch Tollwut wurde weltweit noch nie bei Igeln festgestellt. Schwangere, oder Menschen mit Immunschwäche, sollten die nötige Vorsicht walten lassen und jeder sollte nach dem Umgang sich die Hände waschen. - Im Gegenteil: Eine verstärkte Immunisierung durch den regelmäßigen zwanglosen Umgang mit Tieren hält uns gesund, das bestätigt Euch jeder Immunologe.

Anlieferung und Besuche     [Ergänzt: 17.11.2010]

Anlieferungen sind in Notfällen ganztägig möglich, auch nachts! - Ansonsten Anlieferungen bitte nur in den frühen Abendstunden. Besuche nach Vereinbarung in den Abendstunden, Igel sind schließlich nachtaktiv und schlafen am Tage! ** Aktuell sind wir mit Arbeit zugedeckt und können keine Besuche der Station empfangen! **  -  Für Anlieferungen und Besuche gilt: Bitte unbedingt zuvor anrufen um Euch anzukündigen und erste Tipps zu erhalten, - und nochmals kurz anrufen unmittelbar wenn Ihr losfahrt.

Was wir ganz und gar nicht mögen: Es gibt doch Mitmenschen, die glauben wir seinen Beamte wie Bedienste am Fahrkartenschalter eines Bahnhofs, der 24 Std. besetzt zu sein hat. Und ebenso patzig könne man mit uns umspringen. Diese netten Zeitgenossen stehen plötzlich ohne Absprache vor unserer Tür, stellen Vorderungen, begehren Einlass, oder wollen nur mal eben ihre Igel bei uns abladen, oder stellen gar Kartons vor die Tür und verschwinden. So einige dieser Igel könnten gut und gerne draussen wohl aufgehoben sein. Darauf hingewiesen heißt es dann: "Setzt den doch bei Euch aus", oder: "Wenn ich den wieder mitnehmen muss schmeiß ich ihn vorn an der Ecke raus." - Na toll!  - Nicht eben selten auch die Frage: "Das kostet mich jetzt doch nichts, oder?" - Jeder Igel verursacht hier Kosten von rund 5,- Euro am Tag, das sind 150,- Euro im Monat.Für jeden Igel braucht man 30 Paten zu 5,- Euro im Monat. Aktuell bei 200 Tieren brauchen wir 6000 regelmäßig zahlenden Paten! - Na toll, haben diese Schlaumeier mal daran gedacht, das alles Geld kostet und es irgendwo her kommen muss? - Auch bekommen wir fast täglich anonyme Anrufe oder emails herein, wo die Menschen sich vehement weigern ihren Namen zu nennen.- Verschont uns Leute, auf Euch wollen wir verzichten. - Gern geben wir Auskunft jedem der das Mindestmaß an Höflichkeit mitbringt, und da gehört es dazu sich mit Namen vorzustellen. - Aber das sind Ausnahmen! - Die meisten uns besuchenden Igel Freunde sind überaus nett und tierlieb. Es bestätigt sich immer wieder: Diejenigen, die selbst am wenigsten haben geben am ehesten davon ab und spenden gern. - Danke Euch allen! Ohne Eure regelmäßigen Spenden bewegt sich hier nichts!

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Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 26. Juli 2011 um 20:08 Uhr